Kurz-Fakten
- Skala: 0 bis 100
- 100: entspricht Tageslicht
- Unter 80: sichtbar verfälscht
- 80: Standard vieler günstiger LEDs
- 90 und mehr: gut für Kunst und Textilien
- Schwachstelle günstiger LEDs: gesättigtes Rot
- Steht selten: auf der Verpackung
Einordnung
Warum LEDs Rot verschlucken
Eine Glühlampe strahlt ein durchgehendes Spektrum ab – alle Wellenlängen sind vertreten. Eine LED tut das nicht. Sie erzeugt Licht in bestimmten Bereichen und füllt den Rest durch Leuchtstoffe auf. In manchen Bereichen bleiben dabei Lücken.
Die größte Lücke liegt bei günstigen LEDs typischerweise im tiefen Rot. Ein Objekt, das genau diese Wellenlängen reflektieren würde, bekommt sie nicht angeboten – es kann nur zurückwerfen, was ankommt. Ein sattes Rot wirkt dann stumpf und bräunlich.
Was das für ein Bild bedeutet
Ein Kunstdruck ist genau darauf angewiesen, dass das Licht ihm alle Wellenlängen anbietet. Fehlt ein Teil des Spektrums, kann der Druck seine Farben nicht zeigen – unabhängig davon, wie gut er gedruckt wurde.
Das ist eine unangenehme Einsicht: Eine billige Deckenlampe kann ein teures Bild kaputtmachen. Und man merkt es nicht, weil man den Vergleich nicht hat.
Das heißt für dein Wandbild
Achte beim Kauf von Leuchtmitteln auf den Ra-Wert. Er steht nicht immer auf der Packung – dann steht er im Datenblatt oder er ist schlecht. Für Räume mit Bildern lohnen sich 90 oder mehr.
Der Unterschied ist kein Feinheitendetail. Stell zwei Lampen mit Ra 80 und Ra 95 nebeneinander vor dasselbe Bild – der Sprung ist so deutlich, dass man ihn nicht mehr ignorieren kann.
Häufige Fragen
Was bedeutet CRI oder Ra?
Den Farbwiedergabeindex. Er sagt, wie natürlich ein Leuchtmittel Farben zeigt. 100 entspricht Tageslicht, 80 ist der Standard billiger LEDs.
Welcher CRI-Wert ist für Kunst nötig?
90 oder mehr. Darunter werden vor allem gesättigte Rottöne stumpf und bräunlich.
Warum zeigen LEDs Rot schlecht?
Weil ihr Spektrum Lücken hat, häufig im tiefen Rot. Was das Licht nicht anbietet, kann ein Bild nicht reflektieren.