Kurz-Fakten
- Günstiger Bereich: etwa 40–60 Prozent
- Zu feucht: Schimmel, Wellenbildung, Stockflecken
- Zu trocken: Versprödung von Papier und Holz
- Am schädlichsten: starke Schwankungen
- Kritische Räume: Bad, Küche, Keller
- Auch kritisch: Außenwände, hinter Möbeln
- Abstand zur Wand: hilft gegen Kondensat
Einordnung
Warum Schwankungen schlimmer sind als Extreme
Ein Bild, das dauerhaft bei 65 Prozent hängt, stellt sich darauf ein. Kritisch wird es, wenn die Feuchtigkeit ständig wechselt – Leinwand dehnt sich und schrumpft, Holz arbeitet, Papier wellt sich und glättet sich wieder.
Dieses ständige Arbeiten ermüdet die Materialien. Grundierung kann feine Risse bekommen, Klebeverbindungen lösen sich, Rahmen verziehen sich. Ein gleichmäßig etwas zu feuchter Raum ist besser als ein Raum, der zwischen trocken und feucht pendelt.
Die kritischen Orte
Das Badezimmer ist der offensichtliche Fall – und für ein Leinwandbild schlicht ungeeignet. Weniger offensichtlich sind schlecht gedämmte Außenwände: Dort kann sich an der kalten Wandfläche Kondenswasser bilden, und ein Bild, das direkt daran anliegt, wird von hinten feucht.
Die Lösung ist ein wenig Abstand. Zwei kleine Filzgleiter oder Korkplättchen an den unteren hinteren Ecken halten das Bild von der Wand ab und lassen Luft zirkulieren. Das kostet nichts und verhindert Stockflecken.
Das heißt für dein Wandbild
Häng keine Leinwand ins Bad. Nicht wegen der Farbe – wegen des Gewebes. Es nimmt Feuchtigkeit auf, gibt sie ab und arbeitet ständig. Für Feuchträume sind Alu-Dibond oder Acrylglas die richtige Wahl.
Und an einer Außenwand: ein paar Millimeter Luft dahinter. Zwei Korkplättchen hinten an den unteren Ecken genügen – das ist die billigste Schutzmaßnahme, die es gibt.
Häufige Fragen
Welche Luftfeuchtigkeit ist gut für Bilder?
Etwa 40 bis 60 Prozent relative Luftfeuchtigkeit. Wichtiger als der genaue Wert ist, dass er nicht stark schwankt.
Kann ich ein Leinwandbild ins Bad hängen?
Besser nicht. Das Gewebe nimmt Feuchtigkeit auf und arbeitet ständig. Für Feuchträume eignen sich Alu-Dibond oder Acrylglas.
Was hilft an einer feuchten Außenwand?
Ein paar Millimeter Abstand. Zwei Korkplättchen oder Filzgleiter an den unteren hinteren Ecken lassen Luft zirkulieren.