Bildnis Adele Bloch-Bauer I

Gustav Klimt · Jugendstil · Aktiv seit 1907

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Bildnis Adele Bloch-Bauer I

Gustav Klimt

Über den Künstler

Klimts Porträt der Wiener Salonière Adele Bloch-Bauer ist der Höhepunkt seiner goldenen Phase. Das Bild wurde 1938 von den Nationalsozialisten geraubt und erst 2006 nach jahrelangem Rechtsstreit an die Erben zurückgegeben – ein Meilenstein der Restitution.

Der Raub und die Rückgabe

Die Familie Bloch-Bauer war jüdisch. 1938, nach dem Anschluss Österreichs, wurde ihr Besitz beschlagnahmt, das Bild landete in einer österreichischen Sammlung. Jahrzehntelang hing es dort als Nationalikone.

Erst nach dem Jahr 2000 gelang es einer Erbin, die Rückgabe zu erstreiten – über ein langwieriges Verfahren, das bis vor den Obersten Gerichtshof der USA ging. 2006 wurde das Bild restituiert. Der Fall hat die Provenienzforschung in ganz Europa verändert: Er zeigte, dass eine Lücke in der Besitzkette zwischen 1933 und 1945 kein Formfehler ist, sondern eine offene Frage.

Das Ornament und das Gesicht

Wie in allen Werken der goldenen Phase sind Figur und Grund kaum zu trennen. Adeles Kleid, der Sessel, der Hintergrund – alles löst sich in Gold, Augen, Spiralen und Rechtecke auf.

Was bleibt, sind Gesicht und Hände – naturalistisch gemalt, als einzige Inseln in einem Meer aus Ornament. Ihre Hände sind auffällig verschränkt; sie hatte einen entstellten Finger und verbarg ihn. Klimt hat das nicht korrigiert. Er hat es gemalt.

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Echtes Blattgold reflektiert gerichtet – ein Flachdruck macht daraus einen gelben Fleck. Blattgold auf Acrylglas ist die einzige Lösung, die dem Original nahekommt.

Das Bild ist nahezu quadratisch. Ein Beschnitt ins Hoch- oder Querformat zerstört die Komposition.

Rechtlich unbedenklich: Klimt starb 1918. Das Werk ist seit 1989 gemeinfrei. Die Restitutionsgeschichte betrifft das Eigentum am Original, nicht das Urheberrecht.

Häufige Fragen

Was ist die Goldene Adele?
Klimts Bildnis der Adele Bloch-Bauer von 1907 – der Höhepunkt seiner goldenen Phase, ausgeführt mit Öl, Silber und Blattgold.

Warum ist das Bild rechtlich berühmt?
Es wurde 1938 von den Nationalsozialisten geraubt und erst 2006 nach langem Rechtsstreit an die Erben zurückgegeben – ein Meilenstein der Restitution.

Warum sind Adeles Hände verschränkt?
Sie hatte einen entstellten Finger und verbarg ihn. Klimt hat das nicht korrigiert – er hat es gemalt.

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Techniken und Merkmale

Künstler: Gustav Klimt Entstanden: 1907 Material: Öl, Silber und Blattgold 1938: von den Nationalsozialisten geraubt 2006: nach Rechtsstreit an die Erben restituiert Auch genannt: Die Goldene Adele Rechtslage: gemeinfrei

Kurz gesagt

Klimts Porträt der Wiener Salonière Adele Bloch-Bauer ist der Höhepunkt seiner goldenen Phase. Das Bild wurde 1938 von den Nationalsozialisten geraubt und erst 2006 nach jahrelangem Rechtsstreit an die Erben zurückgegeben – ein Meilenstein der Restitution.