Edgar Degas
19.07.1834 – 27.09.1917
Über den Künstler
Edgar Degas (1834–1917) stellte mit den Impressionisten aus, lehnte die Bezeichnung aber ab – er nannte sich Realist. Er malte nicht im Freien, sondern im Atelier, nicht Landschaften, sondern Tänzerinnen, Pferderennen und Arbeiterinnen, nicht im Sonnenlicht, sondern im Kunstlicht der Bühne.
Der Anschnitt
Degas' Kompositionen wirken oft, als hätte jemand zu spät auf den Auslöser gedrückt. Eine Tänzerin ist halb aus dem Bild gelaufen, ein Kopf ist angeschnitten, im Vordergrund steht ein Rücken, der die Szene verdeckt.
Das ist kein Zufall, sondern eine Übernahme – aus der Fotografie und aus dem japanischen Farbholzschnitt. Beide kannten keinen Bildmittelpunkt und keinen respektvollen Abstand. Degas machte daraus ein Prinzip: Das Bild ist ein Ausschnitt, kein Arrangement. Damit sieht seine Bildsprache moderner aus als die der meisten seiner Zeitgenossen.
Warum Pastell
Degas arbeitete zunehmend mit Pastell – reines Pigment mit kaum Bindemittel, samtig und außergewöhnlich leuchtend. Für die künstliche Beleuchtung einer Bühne war das ideal: Bühnenlicht ist grell, gerichtet und unnatürlich, und Pastell kann diese Intensität liefern.
Er trieb die Technik weit, schichtete, fixierte und arbeitete darüber weiter – etwas, das eigentlich nicht vorgesehen ist. Seine Pastelle sind deshalb technisch außergewöhnlich und zugleich extrem empfindlich.
Das heißt für dein Wandbild
Degas' Pastelle leben von einer samtigen, streuenden Oberfläche. Auf glänzendem Acrylglas kippt das ins Gegenteil – hier ist matte Leinwand oder Fine-Art-Papier die richtige Wahl.
Und beachte den Bildaufbau: Seine Anschnitte sind Absicht. Ein Zuschnitt, der die Komposition „aufräumt“ und die Figur zentriert, zerstört genau das, was das Bild ausmacht.
Rechtlich unbedenklich: Degas starb 1917. Seine Werke sind seit 1988 gemeinfrei und dürfen frei reproduziert werden.
Häufige Fragen
War Degas ein Impressionist?
Er stellte mit ihnen aus, lehnte die Bezeichnung aber ab und nannte sich Realist. Er malte im Atelier, nicht im Freien, und im Kunstlicht, nicht in der Sonne.
Warum sind seine Bilder oft angeschnitten?
Weil er die Bildsprache der Fotografie und des japanischen Holzschnitts übernahm. Das Bild ist ein Ausschnitt, kein Arrangement.
Welches Material passt für Degas-Drucke?
Mattes. Seine Pastelle leben von einer samtigen, streuenden Oberfläche – glänzendes Acrylglas kehrt das ins Gegenteil.
Techniken und Merkmale
Kurz gesagt
Edgar Degas (1834–1917) stellte mit den Impressionisten aus, lehnte die Bezeichnung aber ab – er nannte sich Realist. Er malte nicht im Freien, sondern im Atelier, nicht Landschaften, sondern Tänzerinnen, Pferderennen und Arbeiterinnen, nicht im Sonnenlicht, sondern im Kunstlicht der Bühne.