Judith

Gustav Klimt · Jugendstil · Aktiv seit 1901

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Judith

Gustav Klimt

Über den Künstler

Klimts „Judith“ zeigt eine Frau in goldenem Schmuck, halb entblößt, mit halb geschlossenen Augen – und in der Hand, kaum sichtbar am unteren Bildrand, den abgetrennten Kopf des Feldherrn Holofernes. Das Bild wird bis heute regelmäßig für eine Salome gehalten.

Judith, nicht Salome

Die biblische Judith tötet den feindlichen Feldherrn Holofernes, um ihre Stadt zu retten – eine Heldentat. Salome dagegen fordert den Kopf Johannes des Täufers als Belohnung für einen Tanz – ein Akt der Grausamkeit.

Klimt malte Judith, und er schrieb es sogar in den Rahmen. Trotzdem wurde das Bild jahrzehntelang als Salome bezeichnet. Der Grund liegt im Ausdruck: Diese Frau sieht nicht nach Heldin aus. Sie wirkt versunken, halb verzückt – und das passte dem Publikum um 1900 besser zur Femme fatale als zur Retterin.

Der Kopf, den man übersieht

Der abgetrennte Kopf ist da – aber er ist so weit an den unteren Bildrand gerückt und so stark angeschnitten, dass man ihn übersieht. Das gesamte Bild wird von Gold, Schmuck und dem Gesicht der Frau beherrscht.

Das ist keine Nachlässigkeit. Klimt entzieht der Tat ihre Sichtbarkeit und lässt nur ihre Wirkung stehen. Man sieht nicht, was sie getan hat – man sieht, wie sie danach aussieht.

Das heißt für dein Wandbild

Wie bei allen Goldarbeiten Klimts: Echtes Blattgold reflektiert gerichtet. Ein Flachdruck macht daraus einen gelben Fleck.

Blattgold auf Acrylglas kommt dem Original am nächsten. Und das schmale Hochformat ist Teil des Werks – ein Beschnitt zerstört es.

Rechtlich unbedenklich: Klimt starb 1918. Das Werk ist seit 1989 gemeinfrei.

Häufige Fragen

Ist Klimts Judith eine Salome?
Nein. Klimt malte Judith und schrieb es in den Rahmen. Der ekstatische Ausdruck ließ das Publikum sie trotzdem für eine Salome halten.

Wo ist der abgetrennte Kopf?
Am unteren Bildrand, stark angeschnitten – so, dass man ihn leicht übersieht. Klimt zeigt nicht die Tat, sondern ihre Wirkung.

Wie druckt man Judith richtig?
Mit echtem Blattgold auf Acrylglas. Ein Flachdruck macht aus dem gerichtet reflektierenden Gold einen gelben Fleck.

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Techniken und Merkmale

Künstler: Gustav Klimt Entstanden: 1901 Material: Öl und Blattgold Dargestellt: Judith, nicht Salome Der Kopf: fast aus dem Bild geschnitten Ausdruck: ekstatisch, nicht triumphierend Rechtslage: gemeinfrei

Kurz gesagt

Klimts „Judith“ zeigt eine Frau in goldenem Schmuck, halb entblößt, mit halb geschlossenen Augen – und in der Hand, kaum sichtbar am unteren Bildrand, den abgetrennten Kopf des Feldherrn Holofernes. Das Bild wird bis heute regelmäßig für eine Salome gehalten.