Die Dachschräge ist die unfreundlichste Wand, die es gibt: Man kann nicht sinnvoll darauf hängen, und die gerade Wand darunter – der Drempel – ist oft nur einen Meter hoch. Die Lösung liegt meist nicht im Aufhängen, sondern im Anlehnen.

Auf einen Blick
Die Schrägefür Bilder praktisch unbrauchbar
Der Drempeloft nur 80–120 cm hoch
Standardhöhe 145 cmhier unmöglich
Beste LösungBilderleiste auf dem Drempel
Alternativekleine Formate tief hängen
VermeidenBilder an der Schräge selbst
Vorteilkein Bohren nötig

Warum an der Schräge nichts funktioniert

Ein Bild an einer geneigten Fläche hängt nicht – es liegt an. Es kippt nach vorn, wirft einen unschönen Schatten und man sieht es aus jedem Winkel verzerrt.

Technisch geht es mit Abstandshaltern und speziellen Aufhängungen. Optisch überzeugt es fast nie. Die Schräge ist eine Decke, die man nur zufällig für eine Wand hält.

Bilder unter einer DachschrägeSeitenansicht eines Raums mit Dachschräge. Das Bild hängt im senkrechten Teil der Wand, unterhalb des Punktes, an dem die Schräge beginnt.UnterkanteKippgefahr bei zu hoher HängungUnter der Schräge tiefer hängenFaustregel: Das Bild bleibt vollständig im senkrechten Wandteil. Sonst kippt der Blickwinkel.
Bilder unter einer Dachschräge

Der Drempel und sein Problem

Unter der Schräge steht meist eine gerade Wand – der Drempel oder Kniestock. Sie ist oft nur achtzig bis hundertzwanzig Zentimeter hoch.

Eine Bildmitte auf 145 Zentimetern ist dort schlicht unmöglich – man wäre schon in der Schräge. Ein Bild muss also tiefer hängen, als jede Regel es vorsieht. Das ist kein Kompromiss, sondern die einzige Möglichkeit.

Die Bilderleiste

Die eleganteste Lösung für einen Drempel ist eine Bilderleiste: ein schmales Regal, auf dem Bilder stehen und sich an die Schräge lehnen. Die Schräge wird damit vom Feind zum Rückhalt.

Der Vorteil: Man bohrt nur zweimal für die Leiste, die Bilder lassen sich jederzeit tauschen und überlappen, und die tiefe Position ist plötzlich kein Mangel mehr, sondern das Konzept.

Das heißt für dein Wandbild

Bilderleiste auf dem Drempel, Bilder angelehnt. Das ist in Dachgeschossen fast immer die beste Lösung – und in einer Mietwohnung braucht es dafür nur zwei Löcher.

Die Leiste sollte ausreichend tief sein: sechs Zentimeter reichen für schmale Rahmen, für Leinwand auf Galerie-Keilrahmen sind zehn bis zwölf besser. Und eine Vorderkante, damit nichts rutscht.

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