Kurz-Fakten
- 8 Bit: 256 Stufen pro Kanal
- 8 Bit gesamt: rund 16,7 Millionen Farben
- 16 Bit: 65.536 Stufen pro Kanal
- JPEG: immer 8 Bit
- RAW und TIFF: können 16 Bit
- Fürs Anschauen: 8 Bit ausreichend
- Fürs Bearbeiten: 16 Bit deutlich sicherer
Einordnung
Warum 16,7 Millionen manchmal zu wenig sind
Das klingt nach unendlich viel. Bei einem normalen Foto ist es das auch – das Auge unterscheidet weniger Farben, als 8 Bit speichern kann.
Das Problem entsteht bei der Bearbeitung. Ziehst du eine Tonwertkurve steil, werden vorhandene Stufen auseinandergezogen. Aus 256 Stufen werden nicht mehr – sie liegen nur weiter auseinander. In einem sanften Himmelsverlauf entstehen dann sichtbare Streifen: Banding.
Der Reservetank
16 Bit speichert 65.536 Stufen pro Kanal statt 256. Diese Reserve wirst du nie sehen – aber du kannst sie verbrauchen. Zieh die Kurve steil, dreh an der Sättigung, korrigier den Weißabgleich: Es sind immer noch genug Stufen da, um einen glatten Verlauf zu erzeugen.
Deshalb ist die Regel: In 16 Bit bearbeiten, am Ende in 8 Bit exportieren. Dann hat das Bild alle Korrekturen hinter sich, und die verbleibenden 256 Stufen reichen für die Darstellung völlig aus.
Das heißt für dein Wandbild
Wenn du dein eigenes Foto bearbeitest: Arbeite mit RAW und in 16 Bit. Ein JPEG hat immer nur 8 Bit – und wenn du es stark bearbeitest, siehst du das im Druck.
Bei einem großen Leinwandbild mit einem sanften Farbverlauf – Sonnenuntergang, Nebel, monochrome Fläche – ist Banding besonders auffällig. Genau dort lohnt sich die Sorgfalt.
Häufige Fragen
Was bedeutet 8 Bit Farbtiefe?
256 Abstufungen pro Farbkanal, insgesamt rund 16,7 Millionen Farben. Fürs Betrachten reicht das aus.
Warum in 16 Bit bearbeiten?
Weil starke Korrekturen die vorhandenen Stufen auseinanderziehen. Bei 8 Bit entstehen dann sichtbare Streifen in Verläufen – Banding.
Hat ein JPEG 16 Bit?
Nein, ein JPEG ist immer 8 Bit. Für ernsthafte Bearbeitung brauchst du RAW oder ein 16-Bit-TIFF.