Kurz-Fakten

  • Grundregel: Reiniger aufs Tuch, nie auf die Scheibe
  • Grund: Flüssigkeit läuft in den Falz zum Bild
  • Tuch: Mikrofaser, fusselfrei
  • Bei Glas: milder Glasreiniger möglich
  • Bei Acryl: kein Alkohol, kein Ammoniak
  • Bei Acryl: nur Wasser oder Spezialreiniger
  • Niemals: Küchenrolle, sie zerkratzt

Einordnung

Der Fehler, der das Bild ruiniert

Man sprüht Glasreiniger auf die Scheibe und wischt. Was man nicht sieht: Ein Teil der Flüssigkeit läuft an der Scheibe herunter, sammelt sich am unteren Rand und wird vom Rahmenfalz aufgesogen. Von dort erreicht sie das Passepartout – und schließlich das Blatt.

Der Schaden zeigt sich erst später, als bräunlicher Rand am unteren Bildrand oder als Wellung im Papier. Und er ist dann nicht mehr zu beheben. Deshalb: Reiniger immer aufs Tuch, nie auf die Scheibe.

Warum Acryl anders behandelt werden muss

Acrylglas ist ein Kunststoff. Alkohol und Ammoniak – die Wirkstoffe der meisten Glasreiniger – greifen ihn an. Zunächst entstehen feine Spannungsrisse, kaum sichtbar. Mit der Zeit werden sie zu einem milchigen Netz, das sich nicht mehr entfernen lässt.

Für Acryl gilt deshalb: klares Wasser mit einem Tropfen Spülmittel oder ein ausdrücklich für Acryl geeigneter Reiniger. Und ein weiches Mikrofasertuch. Küchenpapier ist zu rau – es hinterlässt feine Kratzer, die im Streiflicht dauerhaft sichtbar bleiben.

Das heißt für dein Wandbild

Nimm zwei Tücher: eines leicht angefeuchtet zum Lösen, eines trocken zum Nachpolieren. Das verhindert Schlieren und du brauchst weniger Flüssigkeit.

Und den Rahmen selbst: Holz nur trocken abstauben oder mit einem kaum feuchten Tuch. Wasser dringt in unbehandeltes Holz ein und kann es aufquellen lassen.

Häufige Fragen

Darf ich Glasreiniger auf die Bilderscheibe sprühen?
Nein. Die Flüssigkeit läuft in den Rahmenfalz und erreicht Passepartout und Bild. Immer aufs Tuch sprühen.

Wie reinige ich Acrylglas?
Mit klarem Wasser oder einem Acryl-Spezialreiniger und einem Mikrofasertuch. Alkohol und Ammoniak greifen den Kunststoff an.

Warum kein Küchenpapier?
Es ist zu rau und hinterlässt feine Kratzer, die im Streiflicht dauerhaft sichtbar bleiben – besonders auf Acryl.

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