Kurz-Fakten
- R: Rot
- G: Grün
- B: Blau
- Prinzip: additiv, Licht wird hinzugefügt
- Alle drei voll: Weiß
- Alle drei aus: Schwarz
- Farbraum: größer als CMYK
Einordnung
Licht statt Farbe
Ein Bildschirmpixel besteht aus drei winzigen Leuchtpunkten: einem roten, einem grünen und einem blauen. Sie liegen so dicht beieinander, dass das Auge sie nicht trennt, sondern ihr Licht mischt.
Sind alle drei aus, ist der Punkt schwarz – kein Licht. Sind alle drei voll aufgedreht, ist er weiß. Alles dazwischen entsteht durch unterschiedliche Anteile. Anders als beim Druck wird hier nichts geschluckt, sondern erzeugt.
Warum der Bildschirm mehr kann
Leuchtende Farben lassen sich stärker sättigen als reflektierende. Ein Bildschirm kann ein Neongrün zeigen, das kein Drucker der Welt auf Papier bringt – es gibt schlicht keine Tinte, die so viel Licht reflektiert.
Das ist der Grund für die häufigste Enttäuschung beim Kunstdruck: Am Monitor leuchtet das Bild, im Druck wirkt es gedämpfter. Das ist kein Fehler, sondern Physik. Ein guter Softproof zeigt dir vorab, wie es tatsächlich aussehen wird.
Das heißt für dein Wandbild
Beurteile keine Farben an einem unkalibrierten Bildschirm. Handydisplays sind absichtlich übersättigt eingestellt, weil das im Laden besser aussieht. Was du dort siehst, ist nicht das, was gedruckt wird.
Und noch ein Punkt: Dein Bildschirm leuchtet, dein Wandbild nicht. Selbst wenn Farben perfekt übereinstimmen, wirkt das gedruckte Bild ruhiger. Das ist normal – und meist sogar angenehmer.
Häufige Fragen
Wofür steht RGB?
Rot, Grün und Blau – die drei Grundfarben des Lichts. Bildschirme, Kameras und Scanner arbeiten in diesem Farbraum.
Warum leuchten Farben am Bildschirm stärker?
Weil der Bildschirm Licht erzeugt, während Papier nur Licht reflektiert. Leuchtende Farben lassen sich stärker sättigen als reflektierende.
Muss ich mein Bild in CMYK umwandeln?
Für Fine-Art-Druckereien in der Regel nicht. Sie arbeiten mit Farbprofilen und rechnen selbst um – oft mit besserem Ergebnis, als eine manuelle Umwandlung liefern würde.