Im Kinderzimmer gelten zwei Regeln vor allen anderen: Das Bild darf nicht herunterfallen, und es darf nicht splittern. Erst danach kommt die Frage nach dem Motiv – und die Aufhängehöhe richtet sich nach der Augenhöhe des Kindes, nicht nach der eines Erwachsenen.
| Priorität 1 | sichere Befestigung |
|---|---|
| Priorität 2 | kein Glas |
| Geeignet | Leinwand, Acrylglas, Alu-Dibond |
| Ungeeignet | Bilderrahmen mit echtem Glas |
| Aufhängehöhe | Augenhöhe des Kindes, nicht 145 cm |
| Über dem Bett | besonders sicher befestigen |
| Motive | Tiere, Natur, Naive Kunst |
Kein Glas
Ein Bilderrahmen mit echtem Glas gehört nicht ins Kinderzimmer. Wenn er herunterfällt, splittert er – und das passiert nicht nur theoretisch, sondern beim Ballspielen, beim Toben, beim Klettern.
Acrylglas splittert nicht. Es ist zudem nur halb so schwer, was die Befestigung entspannt. Leinwand ohne Rahmen ist noch unbedenklicher: leicht, weich, ungefährlich.
Auf Kinderhöhe
Die 145-Zentimeter-Regel beruht auf der Augenhöhe eines stehenden Erwachsenen. Ein fünfjähriges Kind sieht aus etwa einem Meter Höhe.
Ein Bild, das für das Kind gedacht ist, sollte auf seiner Augenhöhe hängen – nicht auf deiner. Das wirkt für Erwachsene ungewohnt tief. Aber das Bild hängt nicht für dich.
Motive, die mitwachsen
Kinderzimmermotive haben ein Verfallsdatum. Was mit drei entzückt, ist mit acht peinlich. Comicfiguren und Lizenzmotive altern besonders schnell – und sie sind urheberrechtlich ohnehin heikel.
Länger tragen abstrakte Tiermotive, botanische Illustrationen, Landkarten, Sternkarten und naive Kunst. Sie funktionieren für ein Kleinkind und beleidigen einen Zwölfjährigen nicht.
Das heißt für dein Wandbild
Leinwand oder Acrylglas. Kein Glas, keine schweren Rahmen. Und über dem Bett: zwei Aufhängepunkte, passender Dübel, Wandtyp vorher prüfen.
Farbig darf es sein – Kinderzimmer vertragen mehr Sättigung als jeder andere Raum. Aber nicht über dem Bett: Auch ein Kind soll dort einschlafen.