Das Treppenhaus ist der einzige Raum, in dem sich die Augenhöhe des Betrachters ständig ändert. Wer dort nach der 145-Zentimeter-Regel hängt, hängt für niemanden richtig. Es gibt zwei Lösungen – und man muss sich für eine entscheiden.
| Augenhöhe | ändert sich mit jedem Schritt |
|---|---|
| Lösung A | Bilder folgen dem Treppenwinkel |
| Lösung B | alle auf einer Waagerechten |
| Nicht mischen | eine Logik, nicht zwei |
| Serie | funktioniert hier besonders gut |
| Licht | meist schlecht |
| Reinigung | schwer erreichbar – Material bedenken |
Lösung A: der Treppe folgen
Die Bilder werden diagonal angeordnet, parallel zum Verlauf des Handlaufs. Jedes Bild hängt in Relation zur Stufe darunter auf derselben Höhe – wer die Treppe hinaufgeht, sieht jedes Bild aus demselben Winkel.
Das ist die dynamischere Lösung und die aufwendigere. Sie erfordert exaktes Messen: Die Höhe wird nicht vom Boden gemessen, sondern von der jeweiligen Stufe.
Lösung B: eine Waagerechte
Alle Bilder hängen auf derselben absoluten Höhe, unabhängig von den Stufen. Die Gruppe bildet eine horizontale Linie, die Treppe läuft schräg darunter durch.
Das ist ruhiger und einfacher umzusetzen. Der Kontrast zwischen der Diagonale der Treppe und der Waagerechten der Bilder erzeugt eine eigene Spannung – und wirkt oft eleganter als die Verfolgungslinie.
Was nicht funktioniert
Mischen. Drei Bilder der Treppe folgend und zwei waagerecht ergeben kein Konzept, sondern ein Missverständnis.
Und Einzelbilder. Ein einziges Bild im Treppenhaus wirkt verloren – der Raum ist hoch, schmal und in Bewegung. Er verlangt eine Serie.
Das heißt für dein Wandbild
Treppenhäuser sind meist dunkel und schlecht beleuchtet. Eine Bilderleuchte oder ein Wandstrahler lohnt sich hier besonders – ein Bild im Halbdunkel ist kein Bild.
Und die Reinigung: Ein Bild über einem Treppenlauf ist schwer erreichbar. Matte Oberflächen zeigen weniger Staub als glänzende – und Alu-Dibond lässt sich, wenn man denn hinkommt, einfach abwischen.